PIB-ZentrumFortbildungAuslands-SeminareHumanistisches Psychodrama in Russland [Русский]


HUMANISTISCHES PSYCHODRAMA
IN RUSSLAND

Workshop
vom 23. bis 27. September 2013

in KOSTROMA

Anmeldeschluss: 15. Juni 2013  -  Schreiben Sie an: info@pib-zentrum.de   -  aktuell noch 10 Plätze frei

 

 

Praktisches Training mit theoretischer Reflexion durch

Prof. Dr. mult. Kurt Guss

Kurt Guss ist nach eigenen Worten „ewiger Student“. Dies sind die Stationen seiner akademischen Karriere:

Diplom in Psy­chologie (Münster 1968)

Erstes Staatsex­amen für das Lehramt (Münster 1970)

Pro­motion zum Doktor der Philosophie (Münster 1972)

Habilitation in Psychologie (Duisburg 1981)

Professur für Psychologie und So­ziologie (Mannheim 1983)

Promotion zum Doktor der Erziehungswissenschaft (Dort­mund 1988)

Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaft (Gießen 2002)

 

Prof. Dr. Hans-Werner Gessmann

Hans-Werner Gessmann - einer der ersten Schüler von Kurt Guss - promovierte 1976 über Verursachungsfaktoren der Dyslexie, wandte im gleichen Jahr erstmalig das von ihm begründete Humanistische Psychodrama in Verbindung mit der Hypnose bei Behandlungen von Sexualstörungen an und führte das Psychodrama in die Kinderpsychotherapie ein.

Pionierarbeit im deutsprachigen Raum leistete er hierbei durch wissenschaftliche Filmdokumentationen, durch die Publikation einer Schriftenreihe "Humanistisches Psychodrama" und der Herausgabe eines Internationalen Journals zum Humanistischen Psychodrama. Gessmann gehört zu den wenigen empirischen Forschern im Bereich des Psychodramas und veröffentlichte bislang über 100 Texte zu psychologischen Themenbereichen. Maßstäbe setzte seine Arbeit über die Methode des Doppelns von 1996.

Er gründete 1973 das Psychotherapeutische Institut Bergerhausen in Duisburg, dann ab 1977 in der Wasserburg Bergerhausen bei Kerpen, welches als Zentrum für die Weiterentwicklung Humanistischer Psychotherapien von bislang mehr als 1.500 Psychotherapeuten genutzt wird.

„Es soll alles so einfach werden, aber nicht einfacher!“ Nach diesem Grundsatz Albert Einsteins hat sich Kurt Guss bei seiner schriftstellerischen Arbeit gerichtet.Die Zeitschrift „Psychologie Heute“ schreibt daher über ihn: „Die Didaktik des Autors hat etwas von der Qualität moderner Werkstoffe: hohe Festigkeit, verbunden mit großer Leichtigkeit“. Für die zahlreichen Bücher, die er geschrieben hat, seien hier stellvertretend genannt: „Psychologie als Erziehungswissenschaft“, „Gestalttheorie und Sozi­alarbeit“, „Psychologie – ein humorvoller Einstieg“, „Gesundheit und Krankheit“, „Abstand zum Leben“, „Willensfreiheit“, „Alkohol – die angesehene Droge“, „Der helle Wahnsinn“.

Kurt Guss ist Gründungspräsident der „Gesellschaft für Gestalttheorie und ihre Anwendungen“, des „Dromedary Clubs“ und der „Ostwestfalen-Akademie“. In der „Ostwestfalen-Akademie“ unterrichtet er die Fächer Psychologie, Psychiatrie und Psychotherapie.

Er freut sich, sein Wissen und seine Erfahrungen mit Psychotherapie in eine Verbindung mit dem Humanistischen Psychodrama zu bringen und im Zentrum für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Staatlichen Nekrassow-Universität Kostroma weitergeben zu können.

Hans-Werner Gessmann lehrt und forscht als Hochschullehrer für Klinische Psychologie in der Fakultät der Sozialpsychologie der Staatlichen Nekrassow-Universität Kostroma, für Allgemeine- und Entwicklungspsychologie an der Staatlichen Akademie der Sozialverwaltung Moskaus.

Im April В апреле 2011 wurde er Direktor des Internationalen Zentrums für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Pädagogisch-Psychologischen Institut der Staatlichen Universität Kostroma mit dem Arbeitsschwerpunkt Psychotherapieausbildung und -forschung.

Hier werden unter seiner Leitung in der Zusammenarbeit deutsch-russischer Fachleute aus den psychosozialen Berufen innovativ für Russland eigenständige Psychotherapie-Fortbidungsgänge verwirklicht.

Seit 2012 lehrt er in der Fakultät Forensische Psycholgie der Städtischen Pädagogisch-Psychologischen Universität Moskau (MGPPU) systemische Familientherapie.

Das Klassische und das Humanistische Psychodrama

Das Klassische Psychodrama als Gruppenpsychotherapie behandelt die biographisch-individuellen Problemstellungen mit Hilfe der Gruppenmitglieder. Die Soziometrie hilft bei einer produktiveren Integration, indem sie das Individuum in seiner sozialen Umgebung erforscht und Neupositionierungen möglich macht. Das Ziel der Aktionsmethode Psychodrama ist die Wiedererlangung von Spontaneität und Kreativität, um den Menschen aus erstarrten Lebensstrukturen zu lösen.

Das Humanistische Psychodrama dagegen versteht die Wirklichkeit des Individuums als ein Zusammenspiel seiner Eingebundenheit in soziale Beziehungen und seiner biographisch-individuellen Anteile. Diese seine individuelle Ausdruckslage trifft in der Psychodramagruppe auf die unterschiedlichen Ausdruckslagen anderer Gruppenmitglieder. Durch eine Gruppenbildungsphase entsteht eine Gruppenausdrucklage, in die der gesellschaftliche und kulturelle Kontext, die räumlichen und zeitlichen Gegebenheiten und vor allem die biographisch-individuellen Anteile der Beteiligten eingehen.

In dieser interaktionellen Situation, der Gruppenausdruckslage, (als einer prozesshaften Integration von aktuell-sozialen und individuell-biographischen Anteilen) setzt das Humanistische Psychodrama an. Es ermöglicht Begegnung zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern.

Durch die leitende Begleitung des Therapeuten schaffen alle Gruppenmitglieder gemeinsam eine Therapiesituation, in der dem Einzelnen durch seine soziale Eingebundenheit in die Gruppe ein erweiterter Erfahrungs- und Handlungsraum zur Verfügung steht. Im Protagonisten- oder Gruppenspiel oder in themenbezogener Gruppenarbeit kann er seine aktuelle Situation gemeinsam mit den anderen Gruppemitgliedern neu formen und erleben und sich dadurch so verändern, wie er es möchte. Wenn die Balance zwischen eigener und sozialer Identität hergestellt wird, entsteht Spontaneität. Mit dieser neu gewonnenen Spontaneität kann er sich in der Welt einrichten und darin besser leben.

Seltene Gelegenheit, deutschsprachige Fortbildung auf höchstem Niveau bestverständlich vermittelt von zwei ausgewiesenen Experten und Kulturreise in die Russische Föderation

Das internationale Zentrum für Klinische Psychologie und Psychotherapie am IPP der Staatlichen Nekrassow Universität Kostroma lädt Sie dazu ein!

 

Tagesplanungen - Termin 20.09. bis 29.09.2013

Sprachen: Deutsch, Russisch, Englisch

täglich: 10:15 Uhr bis 13:00 Uhr und 13:45 Uhr bis 16:00 Uhr

 

Samstag, 20. September oder Sonntag, 21.September: Anreise über Moskau (Flug - 3 Stdn) nach Kostroma (Auto-Transfer ca. 6 Stdn)

Montag, 23. September: Kurt Guss - Humanistische Psychologie und Psychotherapien

Dienstag, 24. September: Hans-Werner Gessmann - Praktische Trainings-Arbeit mit Methoden des Humanistischen Psychodramas

Mittwoch, 25. September: Hans-Werner Gessmann - Praktische Trainings-Arbeit mit Methoden des Humanistischen Psychodramas

Donnerstag, 26. September: Hans-Werner Gessmann - Praktische Trainings-Arbeit mit Methoden des Humanistischen Psychodramas

Freitag, 27. September: Kurt Guss - Abschluss-Reflexionen

Samstag, 28. September: Kulturprogramm

Sonntag, 29. September: Rückreise über Moskau

 

 

Zentrum für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Päd.-Psychologischen Institut der Staatl. Nekrassow Universität Kostroma

Kostroma - Seminar mit Kulturprogramm

Kostroma ist Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes (Oblast), das auf über 600.000 qkm ca. 800.000 Einwohner aufweist und durch riesige Waldgebiete und eine vorwiegend landwirtschaftliche Struktur gekennzeichnet ist. Die Stadt liegt 350 km nordöstlich von Moskau und ist Teil der Städte der touristischen Route Goldener Ring.

 

Kostroma wurde im Jahre 1152 vom Susdaler Fürsten gegründet und ab dem 13. Jahrhundert Zentrum eines selbstständigen Fürstentums. Durch Anschluss an das Moskauer Fürstentum wurde die Stadt eine Festung des russischen Staates an der Wolga.

Es entstand ein von Gräben umgebener Kreml aus Eichenholz. Handwerk und Handel siedelten sich an und Mitte des 17. Jahrhunderts war Kostroma nach Moskau und Jaroslawl die drittbedeutendste Stadt Russlands.

Viele berühmte russische Baumeister und Maler errichteten und bemalten Gotteshäuser, die eine Besichtigung der Stadt sehr lohnenswert machen.

Im 18. Jahrhundert wurde Kostroma zur Gouvernementsstadt und in diesem Zuge wurde eine Umgestaltung der Stadt vorgenommen. Es entstand eine fächerförmige Anlage, deren Strassen strahlenförmig auf den Hauptplatz der Stadt zulaufen, welcher wiederum der Wolga zugewandt ist. Heute steht dort ein rund 20 Meter hohes Denkmal von Lenin, „welcher den Menschen den rechten Weg weist”.

Niedrigste Kosten bei höchster Qualität: komplett 980 €

(Flug, Visum, Transfer, Essen, Unterkunft, Kulturprogramm, Seminar)





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