PIB-ZentrumFortbildungAuslands-SeminareKostroma-Workshop [Русский]

INTERNATIONALE WOCHE „DIALOG DER KULTUREN – KULTUR DES DIALOGS“

vom 5.- 10.9.2011

 

Das russisch-deutsche Kultur- und Bildungszentrum und das Internationale wissenschaftliche Forschungslabor für interkulturelle Studien der Staatlichen Nekrasov-Universität Kostroma lädt alle Interessenten zur Teilnahme an der internationalen Woche ein, die am 5.– 10. September 2011 stattfindet.
Das Ziel der internationalen Woche ist die Suche nach wirksamen Wegen für die effiziente Vorbereitung von Fachkräften zur interkulturellen Kommunikation. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiches Zusammenwirken und Konkurrenzfähigkeit auf dem Innen -und Außenarbeitsmarkt.  
Im Rahmen der Internationallen Woche wird die 8. internationale wissenschaftlich-praktische Konferenz „Interkulturelle Kommunikation im professionellen Bereich“ veranstaltet. Folgende Fragen sollen diskutiert werden :

  • Aktuelle Fragen der Arbeitsmigration.
  • Regionale Integrationsbesonderheiten der Migranten.
  • Entwicklung der Kompetenzen bei der Ausbildung von Fachkräften in Russland und im Ausland.
  • Die Hochschule im Prozess der Integration in den europäischen Bildungsraum: Probleme und Perspektiven.
  • Aus der Praxis des Bologna-Prozesses.
  • Formierungswege der interkulturellen Kompetenz bei den Fachkräften.
  • Probleme des Fremdsprachenunterrichts im professionellen Bereich.
  • Die Rolle der Massenmedien bei der Schaffung der Bilder „Eigen“ und „Fremd“.
  • Psychologisch-pädagogische Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und Organisationskultur.

Im Rahmen der internationalen Woche finden Plenarsitzungen, Arbeit in Sektionen, Diskussionen, Rundtischgespräche und Fremdsprachenolympiaden für Schüler und Studenten  statt.
Die Konferenzorganisatoren würden es begrüßen, wenn die Teilnehmer Vorschläge für die Durchführung der internationalen Woche machen würden.

 

Die Stadt Kostroma

Kostroma ist Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes (Oblast), das auf über 600.000 qkm ca. 800.000 Einwohner aufweist und durch riesige Waldgebiete und eine vorwiegend landwirtschaftliche Struktur gekennzeichnet ist. Die Stadt liegt 350 km nordöstlich von Moskau und ist Teil der Städte der touristischen Route Goldener Ring.

Kostroma wurde im Jahre 1152 vom Susdaler Fürsten gegründet und ab dem 13. Jahrhundert Zentrum eines selbständigen Fürstentums. Durch Anschluss an das Moskauer Fürstentum wurde die Stadt eine Festung des russischen Staates an der Wolga. Es entstand ein von Gräben umgebener Kreml aus Eichenholz. Handwerk und Handel siedelten sich an und Mitte des 17. Jahrhunderts war Kostroma nach Moskau und Jaroslawl die drittbedeutendste Stadt Russlands. Viele berühmte russische Baumeister und Maler errichteten und bemalten Gotteshäuser, die eine Besichtigung der Stadt sehr lohnenswert machen. Im 18. Jahrhundert wurde Kostroma zur Gouvernementsstadt und in diesem Zuge wurde eine Umgestaltung der Stadt vorgenommen. Es entstand eine fächerförmige Anlage, deren Strassen strahlenförmig auf den Hauptplatz der Stadt zulaufen, welcher wiederum der Wolga zugewandt ist. Heute steht dort ein rund 20 Meter hohes Denkmal von Lenin, „welcher den Menschen den rechten Weg weist”.

Heute ist es eine Stadt im Umbruch. NRW hat vor 15 Jahren ein großes Aus- und Weiterbildungszentrum eingerichtet und unterhält in der Stadt ein Kooperationsbüro.

Kostroma ist seit kurzem durch die Arbeit eines Partnerschaftsvereins mit Aachen verbunden. Im Sommer dieses Jahres wird die offizielle Städtepartnerschaft vertraglich begründet.

In Kostroma werden Konzerte in der Stadt veranstaltet, Gespräche in kommunalen Einrichtungen geführt und der Besuch des berühmten Ipatiev-Klosters organisiert.

 

Hans-Werner Gessmann im Gespräch mit Seminarteilnehmern
Prof. Dr. Hans-Werner Gessmann mit Seminarteilnehmern

Workshop zu pädagogisch-psychologischen Grundlagen der interkulturellen Kommunikation

Einführung in das Humanistische Psychodrama als einer effizienten Methode zur Förderung der Dialogkultur

Das Humanistische Psychodrama nutzt Wege des lebendigen Lernens, bietet ausgezeichnete didaktische Möglichkeiten und fördert kommunikative und soziale Kompetenzen, so auch Teamfähigkeit und Gemeinschaftsgefühl. Es fördert die Fähigkeit zu szenischem Spiel, zum Handeln in Rollen, zur Darstellung in Bildern und Symbolen und entwickelt dabei mitmenschliche Gegenseitigkeit und soziale Kompetenzen ebenso wie individuelle Autonomie und Entscheidungsfähigkeit.

Das Humanistische Psychodrama kommt der neueren Diskussion um die notwendige Pluralität in der pädagogisch-psychologischen Praxis durch seine Methodendurchlässigkeit, sein interpersonales Theorie- und Praxismodell, durch szenisches Verstehen und seine Ressourcen- und Lösungsorientierung entgegen. Begegnungsfähigkeit der Pädagogen und Psychologen und Sinnfragen sind mit der psychodramatischen Begrifflichkeit und auch mit der Praxis bestens vereinbar. Dies gilt besonders für Bereiche von Studium und Schule und ihrer Anwendung in Institutionen und Organisationen. Es ist auch die Methode der Wahl für Supervision und Organisationsberatung.

Humanistisches Psychodrama ermöglicht unter anderem

  • durch personenzentrierte szenische Darstellungen gegenwärtiger, vergangener, zukünftiger oder phantasierter Situationen innerhalb der Gruppe, in Paar- oder Einzelsitzungen problematische zwischenmenschliche Beziehungen zu klären;
  • das Erkennen und Beheben von Kommunikationsstörungen und dysfunktionalen Interaktionen;
  • die Aufdeckung von Konfliktursachen (unterschiedlicher Symptome) durch szenische Gestaltung in der psychodramatischen Handlung;
  • die Entwicklung und Erweiterung des Rollenrepertoires zu individueller Entfaltung und befriedigenderem sozialen Zusammenleben;
  • den Abbau bzw. die Umwandlung destruktiver Rollenmuster;
  • das emotionale und reflektierende Wiedererleben abgewehrter Geschehnisse und Gefühle im Spiel und ihre Integration in das gegenwärtige Erleben;
  • das Erkennen und Akzeptieren von Grenzen und die Bewältigung der damit verbundenen Kränkung und Frustration.


Training psychodramatischer Methoden
Training psychodramatischer Methoden

Fortbildungsziele dieses Workshops

Der Schwerpunkt dieser Fortbildung im Humanistischen Psychodrama liegt darauf, mehr Kompetenz im pädagogisch-psychologischen Handeln zu erlangen. Grundlagen sind psychodramatische Diagnostik und psychodramatische Methoden. Jede psychodramatische Methode und jedes psychodramatische Handlungskonzept wird in einer aktuellen Gruppensituation eingeübt.

Dementsprechend ist die Fortbildung im Wesentlichen praktisch orientiert.

Sie erfolgt in einer Erfahrungsgruppe, in der die Teilnehmer die wichtigsten pädagogisch-psychologischen Inhalte des Psychodramas erlernen. Dabei werden die Fortbildungsinhalte nie abstrakt vorgestellt, sondern stets in Bezug auf die eigene Selbsterfahrung vermittelt und theoretisch begründet.

Es wird darauf geachtet, dass die beruflichen und privaten Erfahrungen der Teilnehmer in den Fortbildungsgang integriert werden.

 

Anmeldung zum Internationalen Workshop in Russland

Anmeldeschluss: 15.07.2011