PIB-ZentrumFortbildungBerufsgruppenÄrzte

Ärzte/innen

Besonders Mediziner bewegen sich in zahlreichen Konfliktfeldern.

Jeden Tag stehen sie einer Vielzahl von Patienten gegenüber, die ihr Leiden häufig als ein allgemeines Unwohlsein formulieren, oder deren Körpersymptome auf seelische Konfliktsituationen schließen lassen. In beiden Situationen bedarf es der Einfühlung des Arztes, den Appell des Kranken zu verstehen und damit umzugehen.

Fähigkeiten einer einfühlsamen Gesprächsführung und Kenntnisse über psychosomatische Störungen sind im Umgang mit den Patienten von besonderem Gewinn.

Als Verantwortung Tragender gegenüber dem Pflegepersonal und den Angestellten in seiner Praxis, erschließt sich ein weites Problemfeld. Auch der Arzt befindet sich in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen, denen er häufig nur unter Mühe und Stress begegnen kann. Er ist nicht nur verantwortlicher Helfer, sondern auch Mensch in seinen eigenen Grenzen von Zeit, Übermüdung, erschöpfenden Arbeitsbedingungen und objektiven Grenzen wissenschaftlicher Machbarkeit medizinischer Hilfestellungen. Er ist der derjenige, der am häufigsten mit der Lebensgrenze, dem Tod, konfrontiert wird. Auf ihn richten sich neben den Wünschen nach klinischer Versorgung auch die emotionalen Bedürfnisse der Menschen, besonders in Grenzsituationen des Pflegeheimes, des Krankenhauses, der Intensivstation. Hier sind Patienten, Angehörige, die Aufklärung und Menschlichkeit fordern.

Das Psychodrama erschließt diese Möglichkeiten, im Rollentausch die Fähigkeiten zur Einfühlung zu erweitern, Gesprächsformen in ihrer Wirkung auf den Betroffenen kennenzulernen und situationsadäquate Gespräche zu trainieren.