PIB-ZentrumFortbildungBerufsgruppenLehrer

Lehrer/innen

An Lehrer werden in der Schule zahlreiche Anforderungen gestellt. Kaum eine Berufsgruppe steht so viel verschiedenen und widersprüchlichen Anforderungen gegenüber: einerseits der Stoffverteilungsplan, andererseits die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder; Leistungsforderungen, Integration und emotionale Betreuung der Kinder von Seiten der Eltern, andererseits die Realität der Schulklasse, der eigenen Rolle, der geforderten Leistungsmessung.

Kollegen wünschen Zusammenarbeit, Unterstützung und Wissensaustausch, vertreten auf der anderen Seite jedoch häufig unterschiedliche Erziehungsstile und andere Prioritäten in der Wissensvermittlung.

Im Konflikt mit Vorgesetzten soll der Lehrer die Erziehungsfunktion der Schule repräsentieren und durch eigenes Engagement stützen, in der Realität hat er jedoch auch seinen eigenen emotionalen und politischen Standort.

Lehrer sind ständig Gruppen mit verflochtenen Beziehungsstrukturen gegenüber gestellt. In diesen komplizierten Situationen müssen sie Wissen vermitteln, sie wollen inhaltlich und emotional ihre Bezugsgruppen erreichen: die Schüler, Kollegen, Vorgesetzten, Eltern.

Durch die Psychodrama-Fortbildung können sie ihren eigenen Standort klären, vertreten und eine optimalere Gesprächsführung finden. Konferenzen, Elternabende, Elternsprechtage können einen effektiveren Verlauf nehmen.

Psychodrama ermöglicht es auch, Erfahrungen über die eigene Situation und Verhaltensweisen zu machen, verhaltensschwierige Schüler zu verstehen und entsprechend mit ihnen umzugehen. Die Kenntnis psychodramatischer Methoden erweist sich außerdem als ein sinnvoller Weg, Wissen integrierter, d. h. nicht nur kognitiv, sondern auch emotional zu vermitteln, z. B. in Deutsch, Geschichte, Kunst, Religion, Sozial- und Erziehungswissenschaften, Philosophie.

Psychodramatische Methoden werden in der Fortbildung eingeübt und auf konkrete Lebenssituationen übertragen.