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Psychologen/innen, Psychologiestudenten/innen

Studieren ist schön, aber es bedeutet nach wie vor auch ein hartes Stück Arbeit bis man den ersehnten Abschluss in der Tasche hat. Die Abiturienten, die sich heute entschließen, ein Psychologiestudium zu absolvieren, haben allerdings schon im Vorfeld einige harte Nüsse zu knacken. Nicht nur, dass sie ihren Studienwunsch oft erst nach langer Wartezeit realisieren können. Sie müssen oft, selbst nach erfolgreichem Studienabschluss, damit rechnen, in ihrem gewünschten Beruf später gar nicht arbeiten zu können.

Kein Wunder also, dass sich hier oftmals Pessimismus und Arbeitsunlust breit machen oder aber, dass einige Studenten die Flucht nach vorne antreten und besonders hart arbeiten, um sämtliche Mitbewerber aus dem Feld zu schlagen. Dass dabei letztendlich Leistung einseitig überbewertet wird, ist zwar verständlich, aber wenig hilfreich, um wirklich mit sich und dem Erreichten zufrieden zu sein.

Gerade Psychologiestudenten liegt es von der Grundidee her fern, ausschließlich die eigene Leistung in den Vordergrund zu stellen. Eigentlich haben sie sich ja gerade diesen Studiengang ausgesucht, weil hier der Mensch und sein Verhalten im Focus stehen. Um später im Beruf Menschen in ihrer Komplexität verstehen, zur Selbsthilfe anleiten und unterstützen zu können, bedarf es einer integrierten Persönlichkeit, die vor allen Dingen auch in der Lage ist, sich selbst einzuordnen. Erst aus dieser Souveränität im Umgang mit der eigenen Persönlichkeit wächst die Fähigkeit, anderen Menschen in ihrer Situation aufgeschlossen zu begegnen und letztendlich zu helfen.

Psychologiestudenten spüren häufig, dass die reine Wissensvermittlung während des Studiums nur die eine Hälfte ist. Sie wollen sich selbst weiter entwickeln, sind auf der Suche nach der eigenen Persönlichkeit und wollen ganzheitlich verstehen, wie andere Menschen denken, fühlen, leben, um daraus die Basis für ihren späteren Schaffensraum zu entwickeln.

Bei diesen durchaus berechtigten und notwendigen Anliegen werden sie aber in der Regel während ihres Studiums allein gelassen. Der Universitätsstundenplan bietet einfach zu wenig Selbsterfahrungsgruppen und Therapieangebote. Die Möglichkeiten, verschiedene Therapieformen kennen zu lernen, sind sehr begrenzt und zudem noch oft auf reine Theorie beschränkt.

Also müssen Psychologiestudenten heute selbst aktiv werden!  Das gilt insbesondere für Psychologen, die sich für ihren Beruf weiterqualifizieren wollen und für solche, die schon in der Arbeit stehen und dabei immer wieder eine Lücke in ihrer Ausbildung beim täglichen Umgang mit Menschen erleben.

Eine gute Möglichkeit, diese Lücke zu schließen, bietet sich in einer Psychodrama-Fortbildungsgruppe. Hier haben sowohl Selbsterfahrung, Selbstreflektion, Aufarbeitung eigener Probleme und Erarbeitung eines Selbstkonzeptes mit Hilfe der Gruppe Platz. Es werden Methoden vermittelt, die es möglich machen, mit sich selbst, mit anderen Menschen, mit Klienten, Vorgesetzten und Untergebenen angemessener umzugehen, um so eine tiefere Befriedigung und ein wirkliches Erfolgserlebnis bei der Arbeit und im Umgang mit Menschen zu erlangen.  Nur, wer sich selbst erkennt, kann letztendlich anderen helfen, ihr Leben zu bewältigen. Und hierzu bedarf es neben dem Wissen jede Menge Erfahrungen, die in der Psychodrama-Fortbildungsgruppe gesammelt werden können.