PIB-ZentrumFortbildungFortbildungenSystem-/Familientherapie

System-/Familientherapie - Fortbildungsordnung

Systemtherapie Familientherapie
Sind Sie an dieser Fortbildung interessiert? Nutzen Sie unser


Systemtherapeutin Manuela Schönhoff, Soz.Päd., PIB-Vertreterin bei der DGSF

Das PIB als institutionelle Mitgliedseinrichtung der DGSF (Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie) bietet seit 1986 eine der ältesten systemischen Fortbildungen in Deutschland heute ein umfangreiches und von Beginn an praxisorientiertes Lernen.

Sie beginnen in der Lehrpraxis schon während der Fortbildung eigene Systemtherapien mit Klienten und Patienten unter Anleitung und Supervision durchzuführen. Auch werden Sie auf die Amtsarzt-Prüfung zum „Heilpraktiker für Psychotherapie“ vorbereitet, damit Sie die Chance haben, sich unter Umständen später auch selbstständig zu machen.

Prof. Dr. Dr. Helm Stierlin 1987 im PIB
Prof. Dr. Dr. Helm Stierlin 1987
Dr. Klaus G. Deissler im PIB
Dr. Harlene Anderson & Dr. Harold Goolishian im PIB
Dipl.-Psych. Wolfgang Jittler im PIB
Dipl.-Soz.-Wiss. Dr. Marianne Krüll im PIB
Dipl.-Psych. Dr. Walter Zitterbart 1998 im PIB
Dipl.-Psych. Jürgen Hargens im PIB
Rosmarie Welter-Enderlin im PIB
Prof. Dr. med. Gunther Haag im PIB
Prof. Dr. Johannes Herwig-Lempp im PIB
Dr. med. Wilhelm Rotthaus im PIB
Dipl.-Psych. Jürgen Dittmar im PIB

Systemtherapie ist ein therapeutisches Verfahren, das den Einzelnen im Kontext seiner Beziehungen zur sozialen Umwelt begreift. Die Eingebundenheit des Individuums in die Familie, den Freundeskreis, die Arbeitswelt und die gesellschaftlichen Institutionen ist ausschlaggebend für sein Weltbild, seine Gefühle und Empfindungen, für seine Wünsche, Sehnsüchte und Anliegen.

Im Rahmen der Systemtherapie werden "Probleme" oder "Symptome" nicht als Ausdruck einer individuellen Pathologie verstanden, sondern als Lösungsversuche, die den unterschiedlichen Motiven, Bedürfnissen und Zielen eines sozialen Systems gerecht werden wollen.

"Symptom"-Lösungsversuche sind jedoch "Notlösungen", weil sie immer auch leidvolle Konsequenzen für das Individuum und das soziale System mit sich bringen.

So sind neue Lösungsmuster gefordert, die den individuellen und systembedingten Anforderungen an eine zufriedenstellende Entwicklung besser gerecht werden. Die Systemtherapie nutzt das kreative Lösungspotential, die Ressourcen eines Individuums, einer Familie, einer Gruppe, verschiedener an einem Problem beteiligter Institutionen, um die einengende "Notlösung" überflüssig werden zu lassen.

Grundlegend dabei ist der Gedanke, dass jede Person und jedes System prinzipiell in der Lage ist, neue Muster kreativ zu entwickeln oder schon bestehende Lösungsmöglichkeiten in Problembereiche erfolgreich zu transferieren. Das therapeutische Gespräch bietet einen geschützten Raum, diesen kreativen Umgestaltungsprozess einzuleiten, zu strukturieren und zu begleiten.

Die systemtherapeutische Fortbildung qualifiziert in besonderer Weise für die Arbeit in ambulanten und stationären pädagogisch-psychologischen Arbeitsstätten und Beratungsstellen , z. B. Schulpsychologische Beratung, Kinder- und Jugendberatung, interkulturelle Migrationsarbeit, Schulen, Heime, Strafvollzug, Bewährungshilfe, Kliniken, therapeutische Praxen usw.

Rückmeldungen von Fortbildungskandidaten:


"Ich arbeite seit der Fortbildung erfolgreich als Familientherapeutin und habe vom Berliner Senat hierfür die Heilkundeerlaubnis. Also ich möchte damit sagen, meine/Ihre Ausbildung war sehr gut und ich fühle mich in meiner Arbeit daduch sehr sicher und begründe meinen Erfolg unter anderem auch damit." N.M.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich dir auch herzlichen Dank sagen für die freundliche Aufnahme in die Gruppe in den letzten 2 Sitzungen. Ich habe sehr viel gelernt und mich wohl gefühlt." B.E.

Dieses Seminarwochenende war für mich das abschließende. Nach fünf Jahren ist das Curriculum nun wieder am Anfang. Für mich fühlte sich das allerdings nicht so an. Zwar freue ich mich sehr darüber, nach so langer Zeit und einer Menge Arbeit die Ausbildung erfolgreich zu beenden. Allerdings, das habe ich auch in dem Reflexionsteil der Abschlussarbeit geschrieben, ist auch mein Leben dynamisch und das erfordert eine fortwährende Arbeit und Reflexion. Irgendwie ist ein wirklicher Abschluss gar nicht möglich. Man lernt nie aus. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch meine augenblickliche persönliche Situation. Eigentlich bot dieses Wochenende eine prima Möglichkeit, mich mit dieser Situation zu beschäftigen. Allerdings, und das bildet einen roten Faden in meiner Geschichte, hatte ich eine Blockade. Ich habe es aber als sehr angenehm empfunden, von den Rekonstruktionen der anderen beiden Gruppenmitglieder zu profitieren. So habe ich gute Anregungen zur weiteren eigenen Reflexion mitnehmen können.

Es waren sehr lehrreiche Jahre für mich, die meine Persönlichkeit sehr bereichert haben! Ohne die konstante und geduldige Begleitung von Hans- Werner wäre das Ergebnis sicher nicht so gut. Vielen Dank!

Die Arbeit mit den Kollegen und Kolleginnen hat Spaß gemacht, wenn es auch zwischenzeitlich schwierig war. Die Gruppe hat mir die Möglichkeit gegeben, mich immer wieder auch mit alternativen Gedanken zu bestimmten Situationen zu beschäftigen. Dadurch konnte ich gut an meinem Sturkopf arbeiten und Teamarbeit leben." G.G.

"Ich arbeite seit 15 Jahren erfolgreich als Familientherapeutin und habe vom Berliner Senat die Erlaubnis. Also ich möchte damit sagen, meine/Ihre Ausbildung war sehr gut und ich fühle mich in meiner Arbeit daduch sehr sicher und begründe meinen Erfolg unter anderem auch damit." N.M.













 

Dipl.-Psych. Prof. Dr. med. Dr. phil. Uwe Koch im PIB
Dipl.-Psych. Priv. Doz. Dr. Friderike Potreck-Rose

Wissenschaftlich evaluiertes Fortbildungskonzept

 

Das Konzept der Fachfortbildung wurde durch Prof. Dr. Dr. Uwe Koch und Frau Priv. Doz. Dipl.-Psych. Dr. Fridericke Potreck-Rose der Universität Freiburg mit einer einjährigen Evaluationsstudie wissenschaftlich begleitet und fundiert.

Das berufsbegleitende Studium "Systemtherapie" vermittelt zum einen theoretische und pragmatisch-anwendungsbezogene Konzepte der Systemtheorie und -therapie in Thematischen Seminaren. Zum anderen werden die Arbeitsmöglichkeiten mit speziellen Problemsystemen, die Grundlagen der Systemischen Einzel- und Paartherapie, der Krisenintervention sowie der Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens erlernt.

Die persönliche Entwicklung der Fortbildungskandidaten durch Selbsterfahrungsseminare gefördert und die berufliche Arbeit durch kontinuierliche Supervision begleitet.

Durch Reflexion von Theorie und Praxis in Peer-Gruppenarbeit wird der Gesamtprozess des Fortbildungsganges in Einzelaspekten ergänzt, theorie- und anwendungsbezogene Fragestellungen bearbeitet.

Durch Sonderseminare zu Schwerpunktthemen wie z. B. "Therapeutenpersönlichkeit" wird die Fortbildung vertieft. Sie schließt mit der Prüfung zum/zur "Systemtherapeut/in - Familientherapeut/in" ab.

 

Zugangsvoraussetzungen

  • Mindestalter: 25 Jahre
  • Abgeschlossenes Studium im Bereich Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Medizin oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem psychosozialen, pädagogischen oder pflegerischen Beruf
  • Möglichkeit der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und sozialen Systemen
  • Eigentherapie/Selbsterfahrung erwünscht

 

Struktur der Fortbildung

Die Fortbildung zum/zur "Systemtherapeut/in - Familientherapeut/in" dauert ca. 3 1/2 Jahre, das bedeutet in der Regel ein Fortbildungsseminar pro Monat.

Die Gesamtzahl der Fortbildungseinheiten beträgt 936 AE (Theorie, Praxis, Supervision und Selbsterfahrung) + 160 AE in der Peer-Gruppe, gesamt 1096 AE. Die Peergrouparbeit ist in die Seminarzeiten integriert.

Das Inhaltskonzept und der Umfang der Fortbildung übertrifft die Richtlinien der Fachverbände.

 

  • 480 AE Seminare mit Theorie und Praxis
  • 160 AE Peer-Gruppe
  • 160 AE Supervision
  •   80 AE Thematische Seminare
  •   16 AE Sonderseminar
  • 112 AE Selbsterfahrung (48 AE im Hum. Psychodrama)
  •   40 AE Schwerpunktthemen
  •   48 AE Familienrekonstruktion

 

Um den Lernprozess der Gruppe und der einzelnen Teilnehmer/innen nicht zu unterbrechen, ist eine kontinuierliche Teilnahme an den Seminarveranstaltungen erforderlich. Innerhalb der Fortbildung darf der/die Fortbildungskandidat/in während 64 Arbeitseinheiten entschuldigt fehlen und diese Seminare kostenfrei an das Ende der Fortbildung verlegen. Weitere Fehlstunden sind kostenpflichtig.

 

Inhalte der Fortbildung

Grundlagen der Systemtheorie und -therapie

  • Geschichte der Systemtheorie

  • Grundlagen des Konstruktivismus

  • Systemtherapeutische Konzepte:

Analytische Systemtherapie, Strukturelle Systemtherapie, Entwicklungsorientierte Systemtherapie, der Palo-Alto Ansatz, der Mailänder Ansatz, lösungsorientierte Ansätze.

Der systemtherapeutische Prozess

  • Erstinterview, Systemerkennung und Hypothesenbildung
  • Wahl des Settings und Kontraktbildung
  • Therapieplan, Zugangsdimensionen und Prozessdiagnostik
  • Kontraktmodifikation, Arbeit mit Subsystemen
  • Abschluss und Abschied

Techniken der Systemtherapie

  • Joining, Pacing, Leading
  • Reframing
  • Paradoxe Intervention
  • Zirkuläres und lösungsorientiertes Fragen
  • Hausaufgaben und Verschreibungen
  • Familienskulptur
  • Familiengenogramm
  • Arbeit mit Metaphern und Symbolen

Thematische Seminare - Spezielle Problemsysteme

  • Systemtherapie bei spezieller Symptomatik wie Sucht, Psychosomatik, Gewalt, Sexueller Missbrauch, Suizidalität
  • Krisenintervention 
  • Systemische Einzeltherapie
  • Systemische Paartherapie 
  • Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens 

Selbsterfahrungseminare

  • Psychodrama-Selbsterfahrung
  • Systemische -Selbsterfahrung

Peer-Gruppen-Treffen

  • zur Aufarbeitung der Theorie, Bearbeitung von Referatsthemen, Peer-Supervision, Fortbildungsfragen, Literaturdiskussion

Seminare und ihre Themen

 
           Seminar 1 Einführung in die Schulen der Psychotherapie - Systemtherapie - Kybernetik 1. Ordnung
           Seminar 2 Konzepte der Kybernetik 2. Ordnung
           Seminar 3 Menschliche Kommunikation I
           Seminar 4 menschliche Kommunikation II
           Seminar 5 Analytische Familientherapie I
           Seminar 6 Analytische Familientherapie II
           Seminar 7 Strukturelle Familientherapie
           Seminar 8 entwicklungsorientierte Familientherapie
           Seminar 9 Paolo Alto Ansatz
           Seminar 10 Mailänder Ansatz
           Seminar 11 lösungsorientierte Kurzzeittherapie
           Seminar 12 narrative und dialogische Therapie
           Seminar 13 Auseinandersetzung mit dem Ansatz von Bert Hellinger
           Seminar 14 Das Erstgespräch, Erhebung und Auswertung von Vorinformationen
           Seminar 15 Struktur des Erstgesprächs, "klassische Variante"
           Seminar 16 Struktur des Erstgesprächs, "lösungsorientierte Variante"
           Seminar 17 Hypno-systemische Beratung
           Seminar 18 Auswertung des Erstgesprächs
           Seminar 19 Varianten der Rückmeldung - Therapeutischer Kommentar
           Seminar 20 Schriftliche Kommentierung
           Seminar 21 Kontraktvorschlag und -verhandlung
           Seminar 22 Therapieplanung, Zugangsdimensionen
           Seminar 23 Prozessdiagnostik
           Seminar 24 Abschluss und Abschied
           Seminar 25 Auswertung und Evaluation
           Seminar 26 Arbeit mit Subsystemen und Kontraktmodifikationen
           Seminar 27 Arbeit mit elterlichen Subsystemen
           Seminar 28 Arbeit mit ehelichen Subsystemen
           Seminar 29 Arbeit mit Kindern
           Seminar 30 Arbeit mit generationenübergreifenden Systemen
           Seminar 31 Systemische Einzeltherapie
           Seminar 32 Kontraktmodifikation
           Seminar 33 Methoden und Techniken der System- und Familientherapie
           Seminar 34 Zirkuläres Fragen
           Seminar 35 Lösungsorientiertes Fragen
           Seminar 36 Reflecting Team
           Seminar 37 Kooperative Gesprächsmoderation
           Seminar 38 Hausaufgaben und Verschreibungen
           Seminar 39 Skulpturen und Aufstellungen
           Seminar 40 Reframing
           Seminar 41 Arbeit mit Metaphern und Symbolen
           Seminar 42 Spezielle Problemsysteme
           Seminar 43 Gewalt
           Seminar 44 sexueller Missbrauch
           Seminar 45 Suizidalität
           Seminar 46 Sucht
           Seminar 47 Psychosomatik
           Seminar 48 Systemische Einzel-/Paartherapie
           Seminar 49 Krisenintervention
           Seminar 50 Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens
           Seminar 51 Genogramm
           Seminar 52 Humanistisches Psychodrama 1
           Seminar 53 Humanistisches Psychodrama 2
           Seminar 54 Humanistisches Psychodrama 3
           Seminar 55 Familien-Rekonstruktion 1
           Seminar 56 Familien-Rekonstruktion 2
           Seminar 57 Familien-Rekonstruktion 3


Abschluss und Prüfung

  • Nachweis der Teilnahme an allen Fortbildungsveranstaltungen durch Protokolle 
  • Nachweis von 160 AE Supervision (darunter Live-
    oder Videodemonstrationen, Fallbesprechungen durch Dokumentationen, Literaturkenntnisse durch Konspekte)
  • Nachweis von 20 Peer-Gruppen Treffen durch Protokolle
  • Schriftliche Darstellung einer Systemtherapie (mind. 40 DIN A4-Seiten)
  • Schriftliches wissenschaftliches Referat zu einem Theoriethema (mind. 15 DIN A4-Seiten)
  • dreistündige Prüfungsklausur über Theoriekenntnisse

 

Kosten

Die Gesamtfortbildungskosten zur/m Familien-/Systemtherapeutin/en einschließlich Psychodrama-Selbsterfahrung, Supervision, Theorieseminare betragen 7.497 €.

Eine Bezuschussung oder eine Finanzierungshilfe kann bei Bedarf bei unserem Förderverein beantragt werden.


Beginn

Ein Fortbildungsbeginn ist bei den Terminen auf der Internetseite zu entnehmen. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Anfrage, ob zu einem der Termine ein Fortbildungplatz frei ist.

 

Verwaltung und Organisation

Anmeldung mit

  • Nachweis über Berufs- und/oder Hochschulabschluss (Zeugnisse)
  • Lebenslauf
  • 1 Lichtbild
  • Motivation für die Fortbildung
  • Darstellung bisheriger therapeutischer oder beraterischer Erfahrung

 

Es wird ein Fortbildungsvertrag geschlossen mit der

PIB Fortbildungs,- Diagnose- und Therapiezentrum GmbH

Rheinstraße 24

47198 Duisburg

Telefon 02066 / 469 500

Telefax 02066 / 469 502

Email info@pib-zentrum.de

oder auf http://ausbildung.pib-zentrum.de