PIB-ZentrumFortbildungFortbildungenSystem-/Familientherapie

System-/Familientherapie - Fortbildungsordnung

Systemtherapie Familientherapie
Sind Sie an dieser Fortbildung interessiert? Nutzen Sie unser

Systemtherapeutin Manuela Neerfries, Soz.Päd., PIB-Vertreterin bei der DGSF

Systemtherapie

Das PIB als institutionelle Mitgliedseinrichtung der DGSF (Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie) bietet seit 1986 eine der ältesten systemischen Fortbildungen in Deutschland heute ein umfangreiches und von Beginn an praxisorientiertes Lernen.

Sie beginnen in der Lehrpraxis schon während der Fortbildung eigene Systemtherapien mit Klienten und Patienten unter Anleitung und Supervision durchzuführen. Auch werden Sie auf die Amtsarzt-Prüfung zum „Heilpraktiker für Psychotherapie“ vorbereitet, damit Sie die Chance haben, sich unter Umständen später auch selbstständig zu machen.

Prof. Dr. Helm Stierlin im PIB
Dr. Harlene Anderson & Dr. Harold Goolishian im PIB

Systemtherapie ist ein therapeutisches Verfahren, das den Einzelnen im Kontext seiner Beziehungen zur sozialen Umwelt begreift. Die Eingebundenheit des Individuums in die Familie, den Freundeskreis, die Arbeitswelt und die gesellschaftlichen Institutionen ist ausschlaggebend für sein Weltbild, seine Gefühle und Empfindungen, für seine Wünsche, Sehnsüchte und Anliegen.

Im Rahmen der Systemtherapie werden "Probleme" oder "Symptome" nicht als Ausdruck einer individuellen Pathologie verstanden, sondern als Lösungsversuche, die den unterschiedlichen Motiven, Bedürfnissen und Zielen eines sozialen Systems gerecht werden wollen.

"Symptom"-Lösungsversuche sind jedoch "Notlösungen", weil sie immer auch leidvolle Konsequenzen für das Individuum und das soziale System mit sich bringen.

So sind neue Lösungsmuster gefordert, die den individuellen und systembedingten Anforderungen an eine zufriedenstellende Entwicklung besser gerecht werden. Die Systemtherapie nutzt das kreative Lösungspotential, die Ressourcen eines Individuums, einer Familie, einer Gruppe, verschiedener an einem Problem beteiligter Institutionen, um die einengende "Notlösung" überflüssig werden zu lassen.

Grundlegend dabei ist der Gedanke, dass jede Person und jedes System prinzipiell in der Lage ist, neue Muster kreativ zu entwickeln oder schon bestehende Lösungsmöglichkeiten in Problembereiche erfolgreich zu transferieren. Das therapeutische Gespräch bietet einen geschützten Raum, diesen kreativen Umgestaltungsprozess einzuleiten, zu strukturieren und zu begleiten.

Die systemtherapeutische Fortbildung qualifiziert in besonderer Weise für die Arbeit in ambulanten und stationären pädagogisch-psychologischen Arbeitsstätten und Beratungsstellen , z. B. Schulpsychologische Beratung, Kinder- und Jugendberatung, interkulturelle Migrationsarbeit, Schulen, Heime, Strafvollzug, Bewährungshilfe, Kliniken, therapeutische Praxen usw.

Rückmeldungen von Fortbildungskandidaten: "Ich arbeite seit der Fortbildung erfolgreich als Familientherapeutin und habe vom Berliner Senat hierfür die Heilkundeerlaubnis. Also ich möchte damit sagen, meine/Ihre Ausbildung war sehr gut und ich fühle mich in meiner Arbeit daduch sehr sicher und begründe meinen Erfolg unter anderem auch damit." N.M.

"Bei dieser Gelegenheit möchte ich dir auch herzlichen Dank sagen für die freundliche Aufnahme in die Gruppe in den letzten 2 Sitzungen. Ich habe sehr viel gelernt und mich wohl gefühlt." B.E.

"Dieses Seminarwochenende war für mich das abschließende. Nach fünf Jahren ist das Curriculum nun wieder am Anfang. Für mich fühlte sich das allerdings nicht so an. Zwar freue ich mich sehr darüber, nach so langer Zeit und einer Menge Arbeit die Ausbildung erfolgreich zu beenden. Allerdings, das habe ich auch in dem Reflexionsteil der Abschlussarbeit geschrieben, ist auch mein Leben dynamisch und das erfordert eine fortwährende Arbeit und Reflexion. Irgendwie ist ein wirklicher Abschluss gar nicht möglich. Man lernt nie aus. Verstärkt wird dieses Gefühl noch durch meine augenblickliche persönliche Situation. Eigentlich bot dieses Wochenende eine prima Möglichkeit, mich mit dieser Situation zu beschäftigen. Allerdings, und das bildet einen roten Faden in meiner Geschichte, hatte ich eine Blockade. Ich habe es aber als sehr angenehm empfunden, von den Rekonstruktionen der anderen beiden Gruppenmitglieder zu profitieren. So habe ich gute Anregungen zur weiteren eigenen Reflexion mitnehmen können.

Es waren sehr lehrreiche Jahre für mich, die meine Persönlichkeit sehr bereichert haben! Ohne die konstante und geduldige Begleitung von Hans- Werner wäre das Ergebnis sicher nicht so gut. Vielen Dank!

Die Arbeit mit den Kollegen und Kolleginnen hat Spaß gemacht, wenn es auch zwischenzeitlich schwierig war. Die Gruppe hat mir die Möglichkeit gegeben, mich immer wieder auch mit alternativen Gedanken zu bestimmten Situationen zu beschäftigen. Dadurch konnte ich gut an meinem Sturkopf arbeiten und Teamarbeit leben." G.G.

Fortbildungskonzept

Die berufsbegleitende Fachfortbildung "Systemtherapie" vermittelt zum einen theoretische und pragmatisch-anwendungsbezogene Konzepte der Systemtheorie und -therapie in Thematischen Seminaren. Zum anderen werden die Arbeitsmöglichkeiten mit speziellen Problemsystemen, die Grundlagen der Systemischen Einzel- und Paartherapie, der Krisenintervention sowie der Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens erlernt.

Die persönliche Entwicklung der Fortbildungskandidaten durch Selbsterfahrungsseminare gefördert und die berufliche Arbeit durch kontinuierliche Supervision begleitet.

Durch Reflexion von Theorie und Praxis in Peer-Gruppenarbeit wird der Gesamtprozess des Fortbildungsganges in Einzelaspekten ergänzt, theorie- und anwendungsbezogene Fragestellungen bearbeitet.

Durch ein einwöchiges Sonderseminar zu einem Schwerpunktthema z. B. "Therapeutenpersönlichkeit" wird die Fortbildung vertieft und schließt mit der Prüfung zum/zur "Systemtherapeut/in - Familientherapeut/in" ab.

Zugangsvoraussetzungen

  • Mindestalter: 25 Jahre

  • Abgeschlossenes Studium im Bereich Psychologie, Pädagogik, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Medizin oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem psychosozialen, pädagogischen oder pflegerischen Beruf

  • Möglichkeit der Arbeit mit Einzelnen, Paaren, Familien und sozialen Systemen

  • Eigentherapie/Selbsterfahrung erwünscht

Struktur der Fortbildung

Die Fortbildung zum/zur "Systemtherapeut/in - Familientherapeut/in" dauert ca. 3 1/2 Jahre, das bedeutet in der Regel ein Wochenende pro Monat.

Die Gesamtzahl der Fortbildungseinheiten beträgt 936 AE (Theorie, Praxis, Supervision und Selbsterfahrung) + 160 AE in der Peer-Gruppe, gesamt 1096 AE.

Die Fortbildung entspricht den Richtlinien der Fachverbände.

  • 480 AE Wochenendseminare mit Theorie und Praxis (30 Wochenenden)
  • 160 AE Peer-Gruppe
  • 160 AE Supervision (10 Wochenenden)
  •   80 AE Thematische Seminare (5 Wochenenden)
  •   16 AE Sonderseminar ( 1 Wochenende)
  • 112 AE Selbsterfahrung (7 Wochenenden davon min. 3 im Hum. Psychodrama)
  •   40 AE Schwerpunktthema (5 Tage-Block)
  •   48 AE Familienrekonstruktion

Um den Lernprozess der Gruppe und der einzelnen Teilnehmer/innen nicht zu unterbrechen, ist eine kontinuierliche Teilnahme an den Wochenenden erforderlich. Innerhalb der Fortbildung darf der/die Fortbildungskandidat/in an 4 kompletten Praxiswochenenden entschuldigt fehlen und diese Seminare kostenfrei an das Ende der Fortbildung verlegen. Weitere Fehlstunden sowie Fehlstunden bei Wochenenden, an denen man teilgenommen hat, sind kostenpflichtig.

 

Inhalte der Fortbildung

Grundlagen der Systemtheorie und -therapie

  • Geschichte der Systemtheorie

  • Grundlagen des Konstruktivismus

  • Systemtherapeutische Konzepte:

Analytische Systemtherapie, Strukturelle Systemtherapie, Entwicklungsorientierte Systemtherapie, der Palo-Alto Ansatz, der Mailänder Ansatz, lösungsorientierte Ansätze.

Der systemtherapeutische Prozess

  • Erstinterview, Systemerkennung und Hypothesenbildung

  • Wahl des Settings und Kontraktbildung

  • Therapieplan, Zugangsdimensionen und Prozessdiagnostik

  • Kontraktmodifikation, Arbeit mit Subsystemen

  • Abschluss und Abschied

Techniken der Systemtherapie

  • Joining, Pacing, Leading

  • Reframing

  • Paradoxe Intervention

  • Zirkuläres und lösungsorientiertes Fragen

  • Hausaufgaben und Verschreibungen

  • Familienskulptur

  • Familiengenogramm

  • Arbeit mit Metaphern und Symbolen

Thematische Seminare - Spezielle Problemsysteme

  • Systemtherapie bei spezieller Symptomatik wie Sucht, Psychosomatik, Gewalt, Sexueller Missbrauch, Suizidalität
  • Krisenintervention 

  • Systemische Einzeltherapie

  • Systemische Paartherapie 

  • Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens 

Selbsterfahrungseminare

  • Psychodrama-Selbsterfahrung

  • Systemische -Selbsterfahrung

Peer-Gruppen-Treffen

  • zur Aufarbeitung der Theorie, Bearbeitung von Referatsthemen, Peer-Supervision, Fortbildungsfragen.

 

Seminare und ihre Themen

Seminar 1

Einführung in die Schulen der Psychotherapie - Systemtherapie - Kybernetik 1. Ordnung

Seminar 2

Konzepte der Kybernetik 2. Ordnung

Seminar 3

Menschliche Kommunikation I

Seminar 4

menschliche Kommunikation II

Seminar 5

Analytische Familientherapie I

Seminar 6

Analytische Familientherapie II

Seminar 7

Strukturelle Familientherapie

Seminar 8

entwicklungsorientierte Familientherapie

Seminar 9

Paolo Alto Ansatz

Seminar 10

Mailänder Ansatz

Seminar 11

lösungsorientierte Kurzzeittherapie

Seminar 12

narrative und dialogische Therapie

Seminar 13

Auseinandersetzung mit dem Ansatz von Bert Hellinger

Seminar 14

Das Erstgespräch, Erhebung und Auswertung von Vorinformationen

Seminar 15

Struktur des Erstgesprächs, "klassische Variante"

Seminar 16

Struktur des Erstgesprächs, "lösungsorientierte Variante"

Seminar 17

Hypno-systemische Beratung

Seminar 18

Auswertung des Erstgesprächs

Seminar 19

Varianten der Rückmeldung - Therapeutischer Kommentar

Seminar 20

Schriftliche Kommentierung

Seminar 21

Kontraktvorschlag und -verhandlung

Seminar 22

Therapieplanung, Zugangsdimensionen

Seminar 23

Prozessdiagnostik

Seminar 24

Abschluss und Abschied

Seminar 25

Auswertung und Evaluation

Seminar 26

Arbeit mit Subsystemen und Kontraktmodifikationen

Seminar 27

Arbeit mit elterlichen Subsystemen

Seminar 28

Arbeit mit ehelichen Subsystemen

Seminar 29

Arbeit mit Kindern

Seminar 30

Arbeit mit generationenübergreifenden Systemen

Seminar 31

Systemische Einzeltherapie

Seminar 32

Kontraktmodifikation

Seminar 33

Methoden und Techniken der System- und Familientherapie

Seminar 34

Zirkuläres Fragen

Seminar 35

Lösungsorientiertes Fragen

Seminar 36

Reflecting Team

Seminar 37

Kooperative Gesprächsmoderation

Seminar 38

Hausaufgaben und Verschreibungen

Seminar 39

Skulpturen und Aufstellungen

Seminar 40

Reframing

Seminar 41

Arbeit mit Metaphern und Symbolen

Seminar 42

Spezielle Problemsysteme

Seminar 43

Gewalt

Seminar 44

sexueller Missbrauch

Seminar 45

Suizidalität

Seminar 46

Sucht

Seminar 47

Psychosomatik

Seminar 48

Systemische Einzel-/Paartherapie

Seminar 49

Krisenintervention

Seminar 50

Kontextbedingungen therapeutischen Arbeitens

Seminar 51

Genogramm

Seminar 52

Humanistisches Psychodrama 1

Seminar 53

Humanistisches Psychodrama 2

Seminar 54

Humanistisches Psychodrama 3

Seminar 55

Familien-Rekontruktion 1

Seminar 53

Familien-Rekontruktion 2

Seminar 54

Familien-Rekontruktion 3

 


Abschluss und Prüfung

  • Nachweis der Teilnahme an allen Fortbildungsveranstaltungen 
  • Nachweis von 160 AE Supervision (darunter Live- oder Videodemonstrationen, Fallbesprechungen)

  • Nachweis von 20 Peer-Gruppen Treffen

  • Schriftliche Darstellung einer Systemtherapie (Umfang mind. 40 DIN A4-Seiten)

  • Schriftliches Referat zu einem Theoriethema (Umfang mind. 15 DIN A4-Seiten)  

  • Prüfungsklausur

 
Kosten

Die Gesamtfortbildungskosten zur/m Familien-/Systemtherapeutin/en einschließlich Psychodrama-Selbsterfahrung, Supervision, Theorieseminare betragen 7.497 € einschließl. MwSt.

Eine Bezuschussung oder eine Finanzierungshilfe kann bei Bedarf bei unserem Förderverein beantragt werden.

Beginn

Ein Fortbildungsbeginn ist bei den Terminen auf der Internetseite www.pib-zentrum.de zu entnehmen. Eine frühzeitige Anfrage, ob zu einem der Termine ein Fortbildungplatz frei ist, empfiehlt sich.

 

Verwaltung und Organisation

Anmeldung mit

  • Nachweis über Berufs- und/oder Hochschulabschluss (Zeugnisse)
  • Lebenslauf

  • 1 Lichtbild

  • Motivation für die Fortbildung

  • Darstellung bisheriger therapeutischer oder beraterischer Erfahrung


Es wird ein Fortbildungsvertrag geschlossen mit der

PIB Fortbildungs,- Diagnose- und Therapiezentrum GmbH

Rheinstraße 24

47198 Duisburg

Telefon 02066 / 469 500

Telefax 02066 / 469 502

Email info@pib-zentrum.de

oder auf http://ausbildung.pib-zentrum.de

Verwaltung und Organisation

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  • Nachweis über Berufs- und/oder Hochschulabschluss (Zeugnisse)
  • Lebenslauf

  • 1 Lichtbild

  • Motivation für die Fortbildung

  • Darstellung bisheriger therapeutischer oder beraterischer Erfahrung


Es wird ein Fortbildungsvertrag geschlossen mit der

PIB Fortbildungs,- Diagnose- und Therapiezentrum GmbH

Rheinstraße 24

47198 Duisburg

Telefon 02066 / 469 500

Telefax 02066 / 469 502

Email info@pib-zentrum.de

oder auf http://ausbildung.pib-zentrum.de