PIB-ZentrumFortbildungFortbildungszentrumPresseberichteNovember 1998

Qualifiziert alte Menschen beraten und betreuen

Rheinische Post - 01.11.98

Alte Menschen geraten mit ihren Bedürfnissen in unserer Gesellschaft häufig aus dem Mittelpunkt des Interesses. Ihnen zur Seite stehen können fachlich qualifizierte Berater und Therapeuten, wie sie der Fortbildungsgang "Integrierte Gerontotherapie" ausbildet.

Fitness, Aktivität und Flexibilität besitzen einen hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Ältere und alten Menschen haben ihren Platz häufig nicht mehr in der Familie, die sie unterstützt; Pflege und Betreuung wird oft auf Institutionen übertragen. Deren vordringliches Interesse liegt zumeist auf dem Kosten-Nutzen-Gefüge.

Mittelpunkt des Interesses

Hier zwischen Pflegesätzen, Pauschalen, Kostenübernahmen, Erfüllen von Voraussetzungen von Inanspruchnahmen usw. gerät der zu betreuende ältere oder alte Mensch bisweilen aus dem Mittelpunkt des Interesses. Solange Ältere noch in der eigenen Wohnung leben, sich noch selber versorgen und eigenverantwortlich ihren Verpflichtungen wie Zahlungsverkehr, Versicherungen, Arztbesuchen u. ä. selbständig oder mit geringer Unterstützung regeln können, bedarf es keiner besonderen Fachkenntnis für den Helfenden.

Anders die Situation älterer Menschen, die bei fehlender Möglichkeit der Versorgung zum Beispiel in ein Altenheim umziehen müssen oder sogar einen Platz in einer vollen Pflegeeinrichtung benötigen. Diese Menschen haben in den vergangenen Jahren möglicherweise schon manchen engvertrauten Mitmenschen durch Tod verloren, vielleicht sogar ihren Lebenspartner, und sie erleben nun, dass die jüngeren Verwandten wenig zeit und die Möglichkeit haben, sich um sie zu kümmern. Und in dieser Lage steht auch noch die neue Lebenssituation im Altenheim bevor. Für die Betroffenen entsteht hier häufig ein hoher Leidensdruck, der oft in unterschiedliche Krankheitsbilder mündet. All diese Belastungen können von alten Menschen nicht mehr ohne fachlich-qualifizierte Unterstützung und Hilfe bewältigt und gelöst werden.

Hier bieten sich neue Arbeitsbereiche für Menschen, die bereits pflegerisch oder beratend mit alten Menschen zusammen arbeiten oder arbeiten wollen oder auch Arbeitslose mit einer Ausbildung im sozialen, pädagogischen, psychologischen oder medizinischen Bereich. Durch die berufliche Qualifikation zum/zur gerontologischen Berater/in bzw. gerontologischen Therapeuten/in bietet sich ihnen die Möglichkeit, auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt Arbeit zu finden.

Breite fachliche Basis

Der Fortbildungslehrgang "Integrierte Gerontotherapie" des Duisburger Fortbildungs-, Diagnose- und The- rapiezentrums gemGmbH PIB bei-spielsweise umfasst eine persönliche und beraterisch/therapeutisch Qualifizierung, die auf einer breiten Basis von fachlichem gerontologischem, geria-trischen und geronto- psychiatrischem Wissen aufbaut. Diese Fortbildung ist berufsbegleitend und findet an 16 Wochenendseminaren in der Zeit von Ende 1997 bis Frühjahr 1999 in Duisburg statt.