Erfahrungen mit Schülergruppen an einer Förderschule für Kinder/Jugendliche mit Lernbehinderungen
Regina Hoppe-Kresse
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Humanistischen Psychodrama bei Jugendlichen. Ausgehend von Erfahrungen mit Psychodrama Gruppen von Schülern der Förderschule Rheydt möchte ich Chancen und Einsatzmöglichkeiten des Humanistischen Psychodramas in der speziellen Entwicklungsphase des Jugendalters beschreiben, Methoden, Rahmenbedingungen und Vorgehensweisen reflektieren sowie spezifische Merkmale für das Humanistischen Psychodrama mit Jugendlichen aufzeigen. Um Verhaltensweisen und Befindlichkeiten der jungen Menschen besser zu verstehen, gehe ich zu Beginn auf die entwicklungspsychologische Situation im Jugendalter ein und beschreibe kurz die meinen weiteren Überlegungen zugrunde liegenden Identitätskonzepte.
In die Ausführungen - insbesondere im zweiten praxisbezogenen Teil - fließen die speziellen Erfahrungen mit den Schülergruppen an der Förderschule ein. Diese Schulform beherbergt eine sehr heterogene Schülerschaft: lernbehinderte, sozial-emotional benachteiligte und sprachgestörte Kinder und Jugendliche werden hier zusammen unterrichtet. Zum Schluss der Arbeit werden beispielhaft einige Psychodrama - Sequenzen aus der Gruppenarbeit mit diesen Schülern protokolliert und kommentiert.