PIB-ZentrumSchlaflaborBehandlung im PIB Atem-Feedback-Methode

Atem-Feedback-Methode bei psychogenen Schlafstörungen

Eine häufige Ursache von Schlafstörungen ist eine vegetative Fehlsteuerung, hervorgerufen durch psychische Belastung und Partnerprobleme. In vielen Fällen kann es zunächst hilfreich sein, die Fehlsteuerung des Vegetativums zu normalisieren, um so dem schlafgestörten Patienten wieder zu einem gesunden Schlaf zu verhelfen. Eine Möglichkeit bietet hierbei das Atem-Feedback-Verfahren:

Dem liegenden Patienten wird mit Hilfe von Licht- und Tonsignalen der eigene Atemrhythmus synchron mit Hilfe einer entsprechende Apparatur zurückgemeldet. Das akustische optische Signal nimmt mit der Einatmung zu, um dann bei der Ausatmung wieder abzunehmen. So ergibt sich ein periodischer Rhythmus von Licht- und Tonwahrnehmungen, denen sich der Patient eine Stunde lang hingibt. Die Grundlage für diese Methode beruht auf der Erkenntnis LEUNERs, dass die Eigenbeobachtung des Atemrhythmus die Aktivität der Substantia reticularis herabsetzt. Die Substantia reticularis, lokalisiert im Hirnstamm, spielt in Verbindung mit anderen Teilen des zentralen Nervensystems eine bedeutende Rolle für den Wachszustand des Organismus. Eine Herabsetzung ihrer Aktivität, wie durch die Atem-Feedback-Methode, fuhrt zu Ruhe und Müdigkeitsempfindungen.

Über große Erfolge bei der Therapie von Schlafstörungen, die nicht somatischer Natur sind, berichtet der Berliner Arzt Henke. Nach seiner Erfahrung tritt bereits nach etwa drei Sitzungen eine bis zum Abend anhaltende Beruhigung des Vegetativums, verbunden mit dem Gefühl von angenehmer innerer Ruhe, ein. Allerdings betont Henke, dass für den dauerhaften Erfolg der Therapie eine begleitende Gesprächstherapie unerlässlich seien.

Im PIB Schlafmedizinischen Zentrum Duisburg besteht seit  1992 die Möglichkeit des  Atem-Feedbacks.  Weitergehende Informationen können Interessierte unter der Rufnummer 02066/469 500 erhalten.

Nach: "Bewusste Atemkontrolle sediert die Substantia reticularis" in "euromed" 1/80 von Henke, Berlin 1980