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Lexikon der Abkürzungen

Diese Abkürzungstabelle wird kontinuierlich weiter bearbeitet. Das Ziel ist, sie möglichst umfangreich und für jedermann verständlich zu formulieren. Für Anregungen danken wir: info@pib-zentrum.de


AHI Apnoe-Hypopnoe-Index: Summe von Apnoen + Hypopnoen pro Schlafstunde
ALS Amyotrophe Lateralsklerose: Gehirnerkankung, die das Muskelsystem betrifft. Tritt im mittleren Lebesnalter auf, ist z.Z. noch unheilbar, schreitet jedoch unterschiedlich schnell voran. Die Muskeln können nicht mehr richtig angesteuert werden, wodurch auch die Atmung geschwächt wird, es kommt zu einer Verschleimung der Bronchien
ARAS Aufsteigendes retikuläres aktivierendes System
Arousal Durch Atemstillstände während des Schlafes, den Apnoen, kommt es zu einem zu geringen Sauerstoffgehalt des Blutes (Hypoxämie), bei gleichzeitig erhöhtem Kohlenstoffdioxidgehalt des Blutes (Hyperkapnie). Der damit nicht mehr ausreichend mögliche Sauerstoffaustausch in den Organen wird von Chemorezeptoren erkannt und durch eine Weckreaktion, dem Arousal, überwunden. Diese Weckreaktion führt zwar nicht zu vollem Bewusstsein, bewirkt aber die Wiederaufnahme der Ventilation und so die Normalisierung der Blutgase.
ASB Assisted Spontaneous Breathing: Die Spontanatmung wird beim Einatmen durch Druck unterstützt. Genutzt in der Intensivmedizin
ASDA American Sleep Disorders Association: Amerikanische Gesellschaft für Schlaferkrankungen
BIPAP Bilevel Positive Airway Pressure: positiver Atemwegedruck auf zwei Druckstufen - der Einatmungsdruck ist höher als der Ausatmungsdruck
BGA Blutgasanalyse: Untersuchung zur Bestimmung von Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut
BMI Body Mass Index: das Verhältnis von Körpergröße in m 2 zum Körpergewicht in kg (BMI = kg : m 2)
bpm Herzfrequenz bpm = beats pro minute (Herzschläge pro Minute)
COB Chronic Obstructive bronchistis: andauernde Entzündung der luftführenden Strukturen in der Lunge, die sich röhrenartig immer mehr verzweigen mit Einengungen
COPD chronic obstructive pulmonary disease: andauernde Lungenerkrankung mit anhaltenden Verengungen der Atemwege
CPAP continuous positive airway pressure: kontinuierlicher positiver Atmungswegedruck
CRF corticotropin releasing factor: in einem Teil des Zwischenhirns (Hypothalamus) gebildeter Eiweißkörper (Polypeptid), der die Produktion eines Hormons (ACTH) anregt, welches wichtige Steuerungsfunktionen für den Körper hat
CT Computer Tomographie: Röntgenaufnahmen, die mit Hilfe eines Computers zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt werden
CVHR cyclic variation of heart rate: in regelmäßigen Abständen auftretende Veränderungen in der Häufigkeit der Herzschläge
DBR disordered breathing rate: gestörte Häufigkeit der Atemzüge
DES Desaturation: Entsättigung (meist: sinkender Sauerstoffgehalt)
Desat. Desaturation: Entsättigung (meist: sinkender Sauerstoffgehalt)
DOES disorders of excessive sleepiness: übermäßiges, krankhaftes Schlafbedürfnis
DSIP delta sleep including peptide: schlafanregende injizierbare Substanz (Neuropeptid) mit umstrittener therapeutischer Relevanz
DUVI Duisburger Vigilanztest: Computer Reaktions- und Gedächtnistest zur Prüfung der Wachheit
EDS Ein- und Durchschlafstörung
EEG Elektroencephalographie: Aufzeichnung des Wellenbildes der elektrischen Spannungen im Gehirn
EI Entsättigungsindex, Anzahl der Sauerstoff-Entsättigungen je Schlafstunde
EMG Elektromyographie: Aufzeichnung der elektrischen Muskelströme
EOG Elektrookulogramm: Aufzeichnung der durch die Augenbewegungen erzeugten elektrischen Ströme
EPAP expiratory positive airway pressure: Überdruck in den Atemwegen während der Ausatmung
ESS Epworth sleepiness scale: Schlaffragebogen zur Einschätzung der Schläfrigkeit am Tage
FRK Funktionelle Residualkapazität: der in den Lungen verbleibende Luftrest bei Normalatmung ( ca. 2,4 l)
FRC Funktionelle Residualkapazität: siehe FRK
FRS seitliches Röntgenbild, welches mit Abstand (aus der Ferne) aufgenommen wird
HVI heart rate variation index: Veränderung der Herzschlaghäufigkeit
Hyper- Vorsilbe (griechisch): bedeutet "zu viel"
Hypo- Vorsilbe (griechisch): bedeutet "zu wenig"
Hz Hertz: Anzahl von Wellen (Schwingungen) pro Sekunde
IPPV intermittent positive pressure ventilation: intermittierende (zeitweilig aussetzende) positive Druckbeatmung
IPAP Inspiratory Positive Airway Pressure: Einatmungsdruck bei BIPAP-Beatmung
IPPB Intermittend Positive Pressure Breathing: Abkürzung für eine Überdruckinhalation. Bei der druckunterstützten Beatmung werden beim Einatmen Medikamente vernebelt.
ISB Intermittierende Selbstbeatmun g: Zu bestimmten Zeiten des Tages entlastet der Patient seine "Atempumpe" durch eine Beatmungstherapie. Es kommt zu einer Regeneration der Muskulatur
ISI intermittent snoring index
IPAP inspiratory positive pressure ventilation
LOC left outer cantus: linker äußerer Augenwinkel
LTOT Longterm Oxygen Therapy: Sauerstoff-Langzeittherapie
MAO Monoaminooxidase
MESAM Madaus Electronics Sleep Apnea Monitor
MP-H Entfernung Mandibular Plane - Hyoid
MSH melanozytenstimulierendes Hormon
MSLT multiple sleep latency test: Mehrfache Schlaflabormessung am Tage beim Versuch einzuschlafen (zur Ermittlung der Tagesschläfrigkeit)
MVT movement time = die Zeit, in der sich der Schläfer während des Schlafs bewegt
MWT maintenance of wakefulness test: Mehrfache Schlaflabormessung am Tage beim Versuch wach zu bleiben zur Ermittlung der Tagesschläfrigkeit
nCPAP nasale continuous posititve airway pressure: kontinuierliche Überdruckbeatmung durch die Nase
NMR Nuclear Magnetic Resonance: Kernspintomographie
NPT nächtliche penile Tumeszenz: Anschwellen des Penis während des Schlafens
NREM Non-REM-Schlaf
OD oxygen desaturation: Sauerstoff-Entsättigung
ODI oxygen desaturation index: Zahl der Sauerstoffsättigungsabfälle je Schlafstunde
ODIx oxygen desaturation index: Zahl der Sauerstoffsättigungsabfälle um x Prozent je Schlafstunde
OHS obesity hypoventilation syndrome
OSA obstructive sleep apnea: Atemstillstände während des Schlafes, die durch Verengung oder Verschluss der Atemwege entstehen
OSAS obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom: siehe OSA
PaO2 Sauerstoffpartialdruck
PaCO2 Kohlendioxidpartialdruck
PAS posterior airway space
Pat. Patient
PEEP Positive Endexpiratory Pressure: der Druck am Ende der Ausatmung.
PMS periodic movements in sleep: periodische Bewegungen im Schlaf
Pm - Pu Entfernung Spina nasalis posterior - Uvulaspitze
PSG Polysomnographie: Gleichzeitige Aufzeichnung verschiedener Schlafmesswerte - besser: Somnopolygraphie
PWS Prader-Willi-Syndrom: erblich bedingte Erkrankung mit Intelligenzminderung, Kleinwuchs, Fettsucht u. a.
REM rapid eye movement: schnelle Augenbewegungen während des Schlafens
REM-L REM-Latenz: Zeitdauer bis die erste REM-Phase auftritt
REM-Schlaf- Assoziation Der Schlaf kann in mehrere Schlaftiefen definiert werden. Z. B.: Wach, 1, 2, 3, 4, wobei 4 der tiefste Schlaf ist. Jetzt entspannen sich die Muskeln deutlich. Daneben gibt es den sogenannten REM-Schlaf (auch Traumschlaf, paradoxer Schlaf genannt). REM ist die Abkürzung von Rapid eye movement (schnelle Augenbewegungen), weil sich während dieser Schlafzeit die geschlossenen Augen hin- und herbewegen, wie beim Filmgucken. In dieser Schlafphase sind die Muskeln in der Regel ganz entspannt, wohl mit dem Ziel, dass wir uns während des Träumens nicht bewegen. Die Zungenmuskulatur und die Rachenmuskulatur entspannen sich dann auch am stärksten, so dass es während dieser Schlafzeit durch das Zurückrutschen der entspannten Zunge in den Rachen zu den meisten Atemstillständen kommt. Diese Verbindung von REM-Schlaf und Atemstillständen nennt man REM-Schlaf-Assoziation.
RES Resaturation
RDI respiratory disturbance index: Summe von Apnoen und Hypopnoen je Schlafstunde
RE respiratory event
REI respiratory event index
RERA respiratory-effort related arousals - RERA ist durch eine Erhöhung der Atemanstrengung für mehr als 10 Sekunden charakterisiert. Dies führt zu einem arousal, erfüllt aber nicht die Kriterien für eine Apnoe oder Hypopnoe.
RLS restless legs syndrome
RR Blutdruckwerte ermittelt nach Riva Rocci
ROC right outer cantus: rechter äußerer Augenwinkel
RV Residualvolumen
SA Schlafapnoe: Atemstillstand während des Schlafens
SAI Schlaf-Apnoe-Index: Häufigkeit der Atemstillstände pro Schlafstunde
SaO2 Sauerstoffsättigung
SAS Schlaf-Apnoe-Syndrom: Erkrankung mit Atemstillständen während des Schlafens, häufig mit Schnarchen verbunden
SBAS schlafbezogene Atemstörung
SDB sleep disturbed breathing: durch den Schlaf gestörte Atmung
SE Schlafeffizienz: tatsächliche Schlafzeit der Zeit im Bett in %
SEM slow eye movement: langsame Augenbewegungen während des Schlafens
SI snoring index: Häufigkeit von Schnarchgeräuschen je Schlafstunde
SIDS sudden infant death syndrome: plötzliches Versterben eines Kindes im ersten Lebensjahr, ohne dass der Grund hierfür gefunden werden kann. Man vermutet einen unreifen Atemantrieb.
SL Schlaf-Latenz: Zeit bis zum Eintritt des ersten Schlafstadiums
SNA Winkel Sella - Nasion - Subspinale
SNB Winkel Sella - Nasion - Supramentale
SPG Somnopolygraphie: Gleichzeitige Aufzeichnung verschiedener Schlafmesswerte
SPT Sleep periode time: tatsächliche Schlafzeit (ohne Wachsein)
SSS Stanford sleepiness scale: Fragebogen zur Einschätzung der Schläfrigkeit am Tage
SWS slow wave sleep: tieferes Schlafstadium mit langsamem Hirnwellenbild
TIB time in bed: Zeit im Bett
TLK totale Lungenkapazität
TRH thyreotropine releasing hormone
TST total sleep time: Totale Schlafzeit
UPPP Uvulopalatopharyngoplastik: Operation im Rachen, am Gaumen und Zäpfchen, um Gewebe zu entfernen
VIP vasoactive intestinal polypeptide
WASO wake after sleep onset, Wachzeit nach dem ersten Einschlafen
ZNS Zentrales Nervensystem
z-SAS zentrales Schlaf-Apnoe-Syndrom: Atemstillstände während des Schlafens, welche durch das Atemzentrum des Gehirns verursacht wurden