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Aufklärung und Beratung

Die Grundlage einer Therapie ist die Aufklärung über den normalen Schlaf, die Funktion des Schlafes und die gesundheitlichen Folgen einer Schlafstörung. Insomniepatienten haben häufig völlig falsche und stark angstbesetzte Vorstellungen über ihren Schlaf.

Sie sollten informiert werden, dass selbst längerdauernde Insomnien kaum zu körperlichen Dauerschäden führen und die notwendige Schlafdauer individuell sehr unterschiedlich ist. Sie müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass der Nachtschlaf mit zunehmendem Alter abnehmen kann und durch Tagesnickerchen ersetzt wird oder etwa nächtliche Aufwachvorgänge nicht prinzipiell pathologisch sind.

Nicht selten liegen Patienten länger als notwendig im Bett. Ihr Schlaf wird dadurch oberflächlicher, weniger erholsam und von Aufwachvorgängen durchsetzt. Ohne an dem Leidensbericht des Patienten zu zweifeln, ist es notwendig, ihn darüber aufzuklären, dass die physiologische Funktion des Schlafes, die Tagesverfassung und die Selbsteinschätzung, nicht so stark zusammenhängen, wie er meist annimmt.

 

Schlaf-Merkzettel

Schlaf ist ein aktiver Prozess. Neben Wechseln zwischen verschiedenen Schlafstadien kommen auch bei gesundem Schlaf Aufwachvorgänge vor.

Schlaf ist ein individuelles Phänomen, schwankt von Person zu Person und ändert sich mit zunehmendem Alter. Es gibt keine allgemeingültigen Normen, wie lange ein gesunder Schlaf dauern muss, auch kurzer Schlaf kann gesund sein. Der Nachtschlaf kann mit zunehmendem Alter abnehmen und durch Tagesnickerchen ersetzt werden.

Lange Bettliegezeiten können den Schlaf nicht prinzipiell verlängern.

Schlechter Schlaf wirkt sich zwar negativ auf Tagesleistung und Stimmung aus, umgekehrt aber können sich vor allem Stimmungsveränderungen und Tagesbelastungen in einer verminderten Schlafqualität widerspiegeln.

Die Eigeneinschätzung von Schlafdauer und Häufigkeit nächtlichen Erwachens stimmt selten genau mit der Wirklichkeit überein.

Anhaltend schlechter Schlaf beeinträchtigt die Lebensqualität zwar erheblich, eine direkte Lebensgefahr erwächst daraus jedoch nicht.

Jedes angestrengte Suchen des Schlafes verhindert Schlaf, Ärger und Verzweiflung über langes Wachliegen verschlimmern dies.

Schlaf muss nicht immer gut sein. Gelegentlich schlechte Nächte gehören zu den normalen Reaktionsvarianten des menschlichen Organismus.