PIB-ZentrumSchlaflaborSchlafstörungenBehinderung durch OSAS

Begutachtung einer Behinderung durch Schlafapnoe

Seit Juli 1997 ist der Krankheitsbegriff "Schlafapnoe" für die Versorgungsämter festgeschrieben. Die durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung neu gefassten "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit" (Ausgabe Juli 1997, Seiten 85ff.) ersetzen die bisherigen Vorschriften.

Die Richtlinien besagen für:

Obstruktives oder gemischtförmiges Schlaf-Apnoesyndrom (SAS) (Nachweis durch Untersuchung im Schlaflabor)

Ohne Notwendigkeit einer kontinuierlichen nasalen Überdruckbeatmung 0-10 GdB*

Mit Notwendigkeit einer kontinuierl. nasalen Überdruckbeatmung (nCPAP) 20 GdB*

Bei nicht durchführbarer nasaler Überdruckbeatmung wenigstens 50 GdB*

*GdB = Grad der Behinderung

 

Folgeerscheinungen oder Komplikationen (z. B. Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Cor pulmonale) sind zusätzlich zu berücksichtigen.

Es wird empfohlen, sofort auch alle gesundheitlichen Probleme im ganzen Ausmaß mit anzuführen und auf entsprechender Berücksichtigung zu bestehen.

Bei evtl. Widersprüchen könnte auch die Bereitschaft zu speziellen Untersuchungen durch Fachärzte, die auf die entsprechenden Krankheiten spezialisiert sind, hingewiesen werden.