PIB-ZentrumSchlaflaborVoruntersuchungSleepStrip

SleepStrip

Der SleepStrip ist ein neuartiges, einfach zu nutzendes Gerät, welches im PIB Schlafmedizinischen Zentrum dabei helfen kann, Patienten zuverlässig und bequem auf ein Schlafapnoe-Syndrom (SAS) aufmerksam zu machen.

Um die Vorteile dieses innovativen Gerätes voll ausschöpfen zu können, ist es hilfreich, die Technologie und Arbeitsweise dieses Gerätes zu kennen und zu verstehen.

Ein “Einkanal-Schlaflabor”

Der SleepStrip ist ein “Einkanal-Schlaflabor” bestehend aus Signalmessung, -erfassung, -analyse und Anzeige in einer Einwegpackung. Die Luftströme werden über drei Thermistoren (Temperaturfühler für den Atemluftstrom) ähnlich jenen, die in Schlaflabors benutzt werden, erfasst. Diese Sensoren befinden sich unter den drei blauen Punkten für den Nasen - und Mundbereich des Geräts.

Das Signal wird 10 x pro Sekunde vom internen Mikroprozessor (CPU) des SleepStrip verwertet. Diese CPU verfolgt das Signal kontinuierlich, berechnet die durchschnittliche Amplitude eines normalen Atmungszyklus, die Scheitelwertamplitude für jeden einzelnen Atemzug und weitere Parameter des Atmungsmusters.

Eine Apnoe wird dann verzeichnet, wenn die Atmungsamplitude für mehr als 10 Sekunden unter 12% des Durchschnitts abfällt. Eine Hypnoe wird dann verzeichnet, wenn die Atmungsamplitude für mehr als 10 Sekunden zwischen 12 und 50% fällt. Solche Ereignisse (Apnoen und Hypnoen) werden für die Dauer der Studie gezählt. Diese Werte wurden genommen, um eine möglichst hohe Übereinstimmung mit polysomnographischen Ergebnissen zu erzielen.

Nach Ende der Studie werden die Anzahl der Apnoen und Hypnoen dazu benutzt den Endwert zu bestimmen, welcher 30 Minuten nach Ende der Studie auf dem Display abzulesen ist.

Der SleepStrip ist nur zur Überwachung gedacht. Er sollte bei Patienten mit hohem SAS-Risiko dazu verwendet werden, um weitere Informationen für die Diagnose zu erhalten. Wenn der SleepStrip-Test positiv ausfällt und weitere Anzeichen oder Risikofaktoren wie z.B. Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder lautes Schnarchen gegeben sind und/oder in der Familie schon einmal SAS aufgetreten ist, können Patienten zur weiteren Bewertung gründlich weiter untersucht werden.